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AG Kleinsatelliten

spezialisten im teamwork


Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich zurzeit mit dem Aufbau einer Bodenstation zum Empfang von Amateurfunksatelliten, welche nach ihrer Fertigstellung an das GEN-SO Netzwerk (Global Educational Network for Satellite Operations) angeschlossen werden soll. Durch dieses Netzwerk besteht z.B. für Universitäten und Vereine die Möglichkeit die globale Abdeckung, und damit die Verbindungszeit zu einem Sa-telliten, zu erhöhen.
> > Die primäre Aufgabe der Bodenstation wird die Kommunikation mit einem eige-nen, noch in der Entwicklung befindlichem, CubeSat sein.
> > Dazu verwendet die Station je eine X-Quad-Antenne für UHF- (435 MHz) und den VHF- Bereich (145 MHz). Diese zwei Antennen sind durch einen Glasfaserboom miteinander verbunden. Die Drehung der Antennen zur Satellitenverfolgung über-nehmen 2 Elektromotoren von denen jeweils einer zur Einstellung des Azimut- und des Elevationswinkels dienen. Nach einer ausführlichen Testphase werden die An-tennen ortsfest installiert, um eine hohe Ausrichtgenauigkeit zu gewährleisten. Dank des hohen Antennengewinns von 16 dBi ist der Empfang von sendeleistungs-schwachen CubeSats möglich und bereits erfolgreich durchgeführt worden. Des Weiteren können auch Bilder (SSTV) von der ISS über das ARISS- Modul (Amateur Radio on the International Space Station) empfangen werden.
> > Die ERIG hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen CubeSat und alle zum Be-trieb dieses Satelliten notwendigen Elemente in Eigenverantwortung zu planen und zu entwickeln. CubeSats gehören zur Klasse der Pikosatelliten und haben eine würfelähnliche Struktur mit einer Kantenlänge von 10 cm und einem maximalen Gewicht von 1 kg. Die Höhe des Satelliten kann zusätzlich auf 20 cm (2 kg) bzw. 30 cm (3kg) gesteigert werden, um mehr Platz für Experimente und Nutzlasten zu schaffen. Der Platz an der Außenseite ist stark begrenzt und schränkt daher die Verwendung von externen Aufbauten ein. Die elektrische Leistung eines CubeSats liegt im einstelligen Watt- Bereich.
> > Dieser Satellitenstandart und die dazugehörige Startvorrichtung (P-POD), welche 3 kurze CubeSats aufnehmen kann, wurden von der California Polytechnic State University entwickelt. Sie stellen für Vereine wie der ERIG die Möglichkeit dar, kostengünstig einen Satelliten für die Forschung in den Orbit zu bringen. Nicht nur die ESA setzt mit dem neuen Trägersystem „Vega“ auf kleinere Satelli-tensysteme sondern auch in der Industrie denkt man über den Einsatz von Cube-Sat- Schwärmen nach. Somit könnten z.B. zahlreiche Bereiche der Erde gleichzeitig beobachtet werden, mit einzelnen CubeSats neue Technologien erprobt oder auf „Raumfahrttauglichkeit“ getestet werden. Es konnten bereits wissenschaftliche Er-kenntnisse aus den verschiedenen CubeSat- Projekten anderer Universitäten (z.B.: Universität Würzburg, Universität Aalborg, Technische Universität Delft) gewonnen werden. Zusammen mit der Technischen Universität Braunschweig arbeitet die E-RIG an der Erprobung von neuen Technologien. Zunächst wird jedoch die allge-meine Durchführbarkeit der Mission geprüft, um den Erfolg des CubeSat- Projektes sicherzustellen. Die AG Kleinsatellit strebt einen Starttermin in naher Zukunft an und versucht sich in die Liste der erfolgreichen Missionen einzureihen.
> > Ein weiterer großer Anreiz für die AG Kleinsatellit ist die persönliche und berufliche Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Entwicklung komplexer Syste-me. Nicht zuletzt ist es auch die Leidenschaft an der Raumfahrt, die es möglich macht in der Freizeit mit Studierenden aller Fachrichtungen erfolgreich zusam-menzuarbeiten.